Sehenswertes-Europa präsentiert die Sammlung der Kunstwerken und Sehenswürdigkeiten, die Portraits berühmter Künstler - die kulturelle Vielfalt europäischen Nationen.

Der Sündenfall

Meisterwerk von Jacopo Robusti Tintoretto.

Öl auf Leinwand, um 1550, 150 x 220 cm; Die dargestellte Szene geht dem Sündenfall unmittelbar voraus: Eva hat die Frucht, die ihr die Schlange dargeboten hat, genommen und reicht sie Adam. Der Körper der jungen Frau ist nur mit einem Zweig bedeckt.

Der Sündenfall
Der Sündenfall.
Quelle: Wikimedia Commons

Tintoretto stellt die Schlange mit dem Kopf eines Säugetiers dar, das bereits einen weiteren Apfel im Maul bereithält. Dass die Schlange als das Tier gilt, das den Menschen versucht, hängt damit zusammen, dass sie in den frühen Kulturen des Orients Symbol der Unsterblichkeit und der Fruchtbarkeit war und damit Objekt der idolatrischen Kulte der Kananäer, der Urbevölkerung des Heiligen Landes.

Im Hintergrund zeichnet sich bereits das unmittelbare Ergebnis des Sündenfalls ab: Ein Engel mit Flammenschwert vertreibt Adam und Eva auf Gottes Befehl aus dem irdischen Paradies. Adam und Eva, beide nackt, laufen ins Dunkel und in die Ungewissheit.

Der hl. Markus befreit einen Sklaven

Meisterwerk von Jacopo Robusti Tintoretto.

Die Gemälde, entstanden 1548 im Auftrag der Scuola Grande di San Marco, ist einer der Glanzpunkte im Schaffen des Meisters, der sich mit diesem Meisterwerk in den venezianischen Künstlerkreisen durchsetzte.

Auf der Leinwand wird eine Geschichte gezeigt, in der ein Sklave aus der Provence sich dazu entschloss, die Reliquien des Heiligen zu verehren, wobei sein Besitzer ihn dafür, durch Blendung und Brechung der Beine, bestrafen wollte. Dem Sklaven kam hl. Markus zu Hilfe und verhinderte die dessen Verurteilung. Markus, der Schutzpatron Venedig, steigt vom Himmel, um den Sklaven von den Ketten zu befreien. Keine der zahlreichen Personen bemerkt die Erscheinung des hl. Markus, aber alle beobachten verblüfft das wunderbare Zerbrechen der Ketten und Folterinstrumente.

Tintoretto: Der hl. Markus befreit einen Sklaven
Tintoretto: Der hl. Markus befreit einen Sklaven.
Quelle: Wikimedia Commons

Tritz der manieristischen Posen sind Tintorettos Figuren von großer Konkretheit und Robustheit geprägt. Der mächtige Körper des Sklaven auf dem Boden bildet gleichsam den perspektivischen Konterpart zum hl. Markus.

Im Hintergrund sind Bauten im klassizistischen Still sichtbar. Unten links auf der Gemälde steht eine bärtige Person, die man als Tommaso Rangone, den gelehrten Arzt identifiziert, der 1562 „guardian grando“ der Scuola Grande di San Marco wurde.

Das Jüngste Gericht

Meisterwerk von Hans Memling

Triptychon, 1467 bis 1471, Ölmalerei auf Eichenholz. Das in Brügge gemalte Triptychon wurde vom Bankier der Medici Jacopo Tani in Auftrag gegeben, doch das Schiff, das es nach Florenz bringen sollte, wurde von einem Hanseschif aus Danzig gekapert und ausgeplündert. Das Gemälde gelangte nach Danzig und wurde ungeachtet der Forderungen des Papstes und Lorenzo il Magnificos nicht zurückgegeben.

Hans Memling, Das Jüngste Gericht
Hans Memling, Das Jüngste Gericht (Nationalmuseum Danzig).
Foto: Robert F. Barkowski

Mitteltafel: hier ist die Auferstehung der Toten und die Scheidung von Seligen und Verdammten, mit dem Wettstreit zwischen Engeln und Teufeln dargestellt.

  • Der Wille Christi lenkt die Weltkugel, zum ersten Mal ist die Hölle nicht als Teil der oberen Welt sondern als echte Unterwelt dargestellt,
  • die Lilie steht für die Barmherzigkeit,
  • Erzengel Michael führt die den Dämon bekämpfende Engelschar an, er steht auf einer weiten Ebene und trennt mit seiner Waage und dem Kreuzstab die guten von den schlechten Seelen. Er trägt eine Lombardische Rüstung aus der damaligen Zeit.

Linker Flügel Die Paradiesespforte, wird beherrscht von den Pforte des Paradieses.

Das Jüngste Gericht, Detail 1
Das Jüngste Gericht, Detail 1 (Nationalmuseum Danzig).
Foto: Robert F. Barkowski
  • Christus als Weltenrichter über die Lünette der Paradiesespforte,
  • von den Zinnen der im gotischen Still erbauten Himmelpforte begrüßen musizierende Engel die Gerechten mit einem Konzert,
  • der Schlüssel ist Attribut des hl. Petrus gemäß der Verbindung Jesu, der Petrus die Schlüssel des Himmelreiches übergab,
  • der hl. Petrus nimmt die Seelen der Geretteten bei ihrem Eintritt in das Paradies in Empfang.

Rechter Flügel Die Hölle; Memling konzentriert sich hier stärker auf die Gestalten und Gesichter der Verdammten als auf die Erfindung von furchterregenden und grotesken Teufeln.

Das Jüngste Gericht, Detail 2
Das Jüngste Gericht, Detail 2 (Nationalmuseum Danzig).
Foto: Robert F. Barkowski
  • Die Verdammten werden von schwarzen Dämonen in das Höllenfeuer getrieben,
  • hier auch ein Engel, der die Trompete bläst.

Geschichte

Im Jahre 1473 befanden sich Hanseatische Städten im Krieg gegen England und den König Edward IV., so genannter Rosenkrieg. Da der Krieg meistens als Kaperkrieg geführt wurde, haben die Hansastädte mehrere Kaperschiffe gebaut, ausgerüstet und gegen englische Flotte geschickt. Eins davon war Peter von Danczk, einer der größten Kraweel im Ostseeraum, das die Danziger Bürger Johann Sidinghusen, Tideman Valandt und Reinhold Niederhoff im Jahre 1472 gekauft haben. 1473 übernahm der Kapitän Paul Beneke das Kommando über das Schiff. Am 27 April 1473 kaperte Peter von Danczk vor der englischen Küste eine florentinisch-burgundische Galeere San Matteo, die von Brügge nach Southampton unterwegs war. Die Beute war enorm, im Wert von 48 000 Goldgulden, unter anderem das Gemälde Das jüngste Gericht, das kurz danach an die Marienkirche in Danzig geschenkt würde.

Hans Memling

Niederländischer Maler (1435 – 1494), geb. in Seligenstadt bei Aschaffenburg, zählt zu den wichtigsten Vertretern der Frührenaissance in Europa und der altniederländischen Kunst. In jungen Jahren befasst sich Memling mit den Werken der Kölner Schule, wobei er frühzeitig Geschmack and der elegeanten Auslegung der Wirklichkeit findet. Später übersiedelt er nach Flandern und absolviert (vermutlich) eine Lehrzeit in der Werkstatt von Rogier van der Weyden in Brüssel. Nach dem Tod des Meisters zieht Memmling 1464 un das reiche und bürgerliche Brügge. Seine Arbeiten verbreiten sich entlang den Handelswegen der Hansestädten bis nach Florenz. Er verarbeitet und verfeinert die Elemente der flämischen Tradition, mit einer Zuneigung zu einer harmonischen und maßvollen Formensprache. Memlings Bilder zeichnet eine melancholische Eleganz.

Hans Memling, Selbstbildnis
Hans Memling, Selbstbildnis auf dem Altar im besitz des Herzogs von Devonshire in Chatsworth 1468.
Quelle: Wikimedia Commons

Meisterwerke von Hans Memling

Schloss und Festung von Manfredonia in Apulien

Die Stadt Manfredonia liegt im italienischen Apulien, Provinz Foggia, an einer felsiger Garagno-Küste der italienischen Adria. Gründungsgeschichte: Im Jahre 1256 gründete Manfred von Hohenstaufen die Stadt Manfredonia und siedelte dort die Flüchtlinge aus Siponto an (Siponto wurde nach dem Erbeben und Infolge der Sarazenen Angriffe praktisch unbewohnbar). Sipponto wurde somit die Urmutter von Manfredonia. Eine Folge von Kriegen, Gewalten und Eroberungen gekennzeichnet die Geschichte von Manfredonia: Goten, Byzantiner, Langobarden, Slawen, Sarazenen, Normannen, Anjou, Spanier, Franzosen und Türken haben abwechselnd die Stadt besetzt, gestürmt und geplündert.

Manfredonia, Blick vom Schloss auf Gargano Küste, Adria
Manfredonia, Blick vom Schloss auf Gargano Küste, Adria.
Foto: Robert F. Barkowski

Manfred war Sohn von Kaiser Friedrich II. und Bianca Lancia, die größte Liebe des Kaisers, der sie, im Sterben liegend, geheiratet hat – somit Manfred Geburt legitimiert würde. Manfred war ein sehr tatkräftiger Adliger seiner Epoche – er war unter anderem König von Sizilien und Fürst von Tarent – der die Politik seines Vaters energisch fortsetzte. Er gab zwar die Bau der Stadt und des Schlosses in Auftrag, erlebte selbst die Fertigstellung nicht mehr; Er fiel in der Schlacht von Benevent am 26. Februar 1266 gegen Karl von Anjou, der an der Spitze eines französisches Heeres von Rom aus zum Kreuzzug gegen Manfred auftrat. Die Sieger haben die Festung vollenden lassen.

Manfredonia, Schlossplan
Manfredonia, Schlossplan.
Foto: Robert F. Barkowski

Die architektonischen Nuancen der Anlage zeigen die Einflüsse der abwechselnden Dynastien und Herrschaften: Hohenstaufen, Anjou, Plantagenet. Obwohl heute in vielen Beschreibungen die Rede von „Schloss des Hauses Anjou-Plantagenet“ ist, zeigt das Schloss mit seiner geometrischen Regelmäßigkeit und der gesamten geradlinigen Struktur seinen architektonischen Baustil auf den schwäbischen Ursprung der Anlage.

Manfredonia, Turm
Manfredonia, Turm.
Foto: Robert F. Barkowski

Das Schloss wurde außerhalb der im Schachbrettmuster angelegten Stadt errichtet. Das Schloss reicht, gänzlich von bebauten Flächen umgeben, ins Meer hinaus. Am Anfang war es von einem tiefen Graben umgeben und an einer Ecke mit der Stadtmauer verbunden. Später baute man einen Mauerring mit drei runden Türmen und eine fünfeckige Bastion „Baluardo dell´ Annunziata“ dazu. Die Türme befinden sich zwischen dem älteren Kern und der angovinischen Mauer. Den Mauerumriss, der zur Verteidigung des Schlosses diente, ziert ein großes Tor – der Eingang zum Schloss. Die mächtigen Eckbollwerken sind charakteristisch für den Baustil der Hohenstaufen – Kaiser Friedrich II. hat allein in Apulien 68 Schlösser und 42 Paläste errichtet.

Seit 1980 befindet sich im Schloss eine Abteilung des Museo Archeologico Nazionale von Manfredonia, mit einer großer Sammlung Daunischer Stelen. Daunier waren Immigranten aus Illyrien, die im 7./6. vorchristlichen Jahrhundert kamen und die Stadt Siponto gründeten. Die Geschichte der Daunier wird durch durch 2000 Stelen dokumentiert. Die Daunischer Stelen sind anthropomorpher Grabmäler aus der Eiszeit, die mit geometrischen Muster, Szenen aus dem Alltag und Darstellungen uralten Mythen geschmückt sind. Jede Stele ist durch eine Kopfabbildung der Person gekrönt, denen die Stele gewidmet ist. Die verschieden, in Stein gereizten und teilweise bemalten Szenen befinden sich auf zwei Seiten einer Stele, und zeigen oft die kompakte Geschichte einer Person, ihre Taten, beruflicher Werdegang und besondere Aktivitäten. Außer der Stelen sind auch andere neolithische Objekte im Museum zu bewundern, fast alle aus den umliegenden Siedlungen um Manfredonia: Masseria Candelaro, Masseria Fontanarosa, Monte Acquilone sowie aus der Scaloria-Höhle.

Manfredonia, Daunische Stele im Archeologische Museum im Schloss
Manfredonia, Daunische Stele im Archeologische Museum im Schloss.
Foto: Robert F. Barkowski

Sehenswertes und Ausflugsziele auf Usedom/Uznam

Usedom/Uznam, eine zauberhafte Ostseeinsel im äußerstem Nordosten Deutschland und Nordwesten Polens, teils deutsch und teils polnisch, mit einem märchenhaftem Sandstrand. Brutheimat von Störchen, Rohrdommeln und Seeadler, und, selbstverständlich ein Paradies für Möwen, die sich alle auf mehreren Seen auf der Insel und auf der Inseln in den Seen verteilen. Auf Usedom befinden sich viele prominente Seebäder, zu den bekanntesten gehören Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, aber auch die kleinere wie Koserow oder Loddin. Im Ahlbeck, z.B., kann man einen herrlichen Blick auf die Ostsee, auf die vorbeifahrende Schiffe und auf das Strandbereichen genießen. Alle Seebäder verbindet eine Strandpromenade, von Zinnowitz bis nach Świnoujście (Swinemünde) und ein Fahrradweg. Wer will kann auch zwischen den Seebäder joggen (oder schwimmen).

Usedom/Uznam
Usedom/Uznam.
Foto: Robert F. Barkowski
Usedom/Uznam
Usedom/Uznam.
Foto: Robert F. Barkowski
Usedom/Uznam
Usedom/Uznam.
Foto: Robert F. Barkowski

In Swinemünde kann man große Hafenrundfahrt erleben. Während der geführten Fahrt passiert man den Leuchtturm, den Massengutshafen, die bekannte „Mühlenbake“ sowie den Containerterminal. Danach geht es weiter vorbei am Marinehafen, dem Fährterminal nach Skandinavien und der Insel Melin bis zum einmaligen U-Boot-Hafen; und die Rückfahrt führt durch die „Alte Swine“ vorbei an der Schiffswerft. Swinemünde ist die größte Stadt auf Usedom und bietet an Sehenswürdigkeiten die Promenade, die historische Bäderarchitektur, den Kurpark mit botanischen Landschaft, den Leuchtturm, Festungsbauwerke und den Hafen.

Aus der drei Fischerdörfern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin wurden Seebäder, die zu den „3 Kaiserbädern“ verschmolzen.

Ahlbeck: ein Badeort seit 1852, mit touristischen Attraktionen wie die 1898 erbaute Seebrücke – auf dem Seebrückenvorplatz thront eine historische, mit Blattgold verzierte Uhr, das Geschenk eines dankbares Kurgastes aus dem Jahr 1911. Außerdem sehenswert sind: Bäderarchitektur, Kirche und Ostseetherme.

Heringsdorf: 1872 haben die Gebrüder Delbrück die „Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf“ gegründet. Die Heringsdorfer Seebrücke ragt 508 Meter ins Meer hinein; die ganze Dorf ist mit vielen eleganten Villen aus Kaisers Zeiten geschmückt. Im Heringsdorf befindet sich das Museum für Literatur- und Regionalgeschichte, mit Maxim Gorkis Arbeitszimmer. Andere Sehenswürdigkeiten: Kunstpavillon, Muschelmuseum, Kunsteisbahn (im Winter) und Theaterzelt (im Sommer).

Bansin: Tropenhaus, Hans-Werner-Richter-Haus.

Wolgast: Stadtmuseum „Kaffeemühle“, Rungehaus und Malerstube, Dampffährschiff „Stralsund“ mit Museumshafen.

Mölschow: Kulturhof, landwirtschaftliches Erlebnisbereich, Ausstellungshalle mit Utensilien des bäuerlichen Alltags.

Peenemünde: Gedächtniskapelle, Kunsthof Maritim, Historisch Technisches Museum und Informationszentrum, längstes U-Boot Museum der Welt.

Koserow: Seebrücke (261 Meter), Salzhütten, Steilküste (60 Meter) und die Kirche. Die Koserower Salzhütten sind Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurden. Sie dienten vor allem als Lager für die Fischer während Heringszeit. Daher werden sie auch Herringspackhütten genannt. In der Heringssaison wurden die Herings gesalzen und in großen Holzfässern gelagert. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es 15 Salzhütten in Koserow, die heute unter Denkmalschutz stehen. In Koserow befindet sich die älteste Kirche an der Usedomer Ostseeküste. Sie ist Ende des 13. Jahrhunderts als kleine Feldsteinkirche erbaut worden.

Kaiserweihnacht auf dem Berg Oybin

An den Beistand ihres Kaisers für die Cölestinermönche auf dem Berg Oybin erinnern sich die Oybiner Bürger noch immer. Bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts trieben vom Oybin aus die Raubritter ihr Unwesen. 1369 stiftete Kaiser Karl IV. den Cölestinern das Kloster. Ein Teil der Wälder rund um den Oybin, welche die Stadt Zittau gerade erst als Pächter bekommen hat, musste sie nun den 12 Mönchen als „Erstausstattung“ wieder überlassen. Sie waren gleichzeitig die Hofkapläne des Kaiser und standen in seiner Gunst und der Rat der Stadt Zittau hatte viel Aufwand und Kosten. So ist der Ärger der Mönche mit der Stadt Zittau vorprogrammiert, der wohl am 25. Dezember 1369 seinen Höhepunkt fand.

Berg Oybin im Winter
Berg Oybin im Winter.
Foto: Klaus Stich

An diesem Tag soll der Kaiser zur Unterstützung des Klosters auf dem Felsplateau von Oybin geweilt haben. Zur Erinnerung daran trifft seit 1994, am ersten Weihnachtsfeiertag jeden Jahres, pünktlich 14.00 Uhr unter Fanfarenklängen, begleitet von berittenem Gefolge, Hofdamen, Mönchen, Mägden, Rittern und Knappen seine Majestät Kaiser Karl IV. mit Gemahlin Elisabeth im Kurort Oybin ein. Standesgemäß begrüßt werden sie durch Ritter Kunibert, den Burgkaplan und das Burgfräulein zur Kaiserweihnacht.
Das Kaiserpaar begibt sich dann zu Fuß mit Gefolge und Gästen auf den Berg, wo es dann auf der Vorburg vom Burgherrn und dem Prior herzlich willkommen geheißen wird. Den weiteren Aufstieg und die Verkündung der Weihnachtsbotschaft durch den Burgkaplan erleben wir gemeinsam mit Schäfer Jonas und seinen Tieren im stimmungsvollen Ambiente der Ruine der Klosterkirche. Chorgesang, Glühwein und Tee umrahmen die feierliche Stimmung.
Hunderte von Gästen feiern jährlich gemeinsam mit Oybiner Bürgern diese schöne Tradition.

Die in der Blütezeit gotischer Baukunst 1369 entstandene Klosterkirche hat noch heute ihre Ausstrahlung. Ein Besuch im kulturhistorischen Zentrum des Zittauer Gebirges, mit Burg und Kloster Oybin, dem Bergfriedhof, dem „Hochzeitskirchlein“ am Fuße des Berges und die einmalige Felsenwelt ist zu jeder Jahreszeit ein bleibendes Erlebnis.

Autor: Klaus Stich.

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

Als international etablierter Ort für zeitgenössische Kunst und Skulptur gewinnt das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen seinen einzigartigen Charakter durch die vielschichtigen und spannungsreichen Beziehungen der Kunstwerke zur mittelalterlichen Architektur. Das Museum gehört zu den beliebtesten Touristenzielen des Landes und ist Schnittpunkt der „Straße der Romanik“.

Magdeburg: Kloster Unser Lieben Frauen
Magdeburg: Kloster Unser Lieben Frauen.
Foto: Robert F. Barkowski

Werke der Sammlung des 1974 eröffneten Kunstmuseums werden in den drei Gewölben des Nordflügels gezeigt. Dazu gehören Arbeiten aus der Antike, dem Mittelalter und der Moderne. Ebenso hat dort die Ausstellung Zeitgenössische Kunst seit vielen Jahren einen festen Ort gefunden. Sie zeigt Arbeiten internationaler Künstler seit 1960, aber ebenso Werke mit regionaler Verortung. Die Sammlung Medienkunst besteht seit 2002. Sie wurde im Laufe der Jahre durch wichtige Werke ergänzt und hält eine große gestalterische Bandbreite bereit. Der das Museum umgebende Skulpturenpark entstand 1989. Er konnte während der vergangenen Jahre um wichtige künstlerische Positionen erweitert werden.

Die wechselnden Sonderausstellungen widmen sich ausgewählten Themen der internationalen Gegenwartskunst oder geben Einblick in das Werk richtungweisender Künstler.

Di-So 10.00-18.00 Uhr
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt: 2 Euro

Travemünder Woche

Alljährlich findet Ende Juli an 10 Tagen die traditionelle Travemünder Woche statt. Sie ist nach der Kieler Woche weltweit das zweitgrößte Seglerevent und lockt jedes Jahr wahre Besucherströme an. In Travemünde spricht man deshalb schon von der fünften Jahreszeit.

Lübeck, Travemünder Woche
Lübeck, Travemünder Woche.
Foto: Birger Dimter

Begonnen hat alles mit einer Flasche Rotspon, um die zwei wohlhabende Segler 1888 aus Hamburg, Hermann Wentzel und Hermann Dröge, um die Wette segelten. An dieses Ereignis soll „Rotspon-Regatta“ erinnern, die seit 2004 zu einem festen Bestandteil der Travemünder Woche geworden ist.

Während der 10 Tage, die von einem bunten Festprogramm begleitet sind, werden auf der Lübecker Bucht vor Travemünde zahlreiche anspruchsvolle Segelregatten ausgetragen, die man vom Strand und von der Mole aus wunderbar verfolgen kann. Wer es gern noch intensiver miterleben möchte, kann das Geschehen mit einem Fernglas beobachten oder vielleicht sogar als Begleiter auf einem der Segelboote mitfahren. Besonders angetan sind die Zuschauer immer von den täglichen Wettfahrten der Segel-Arena Trave, bei denen die sehr schnellen Katamarane Wettkämpfe austragen. An den Wettkämpfen der Travemünder Woche nehmen etwa 1.500 Segler aus ca. 20 Nationen aus olympischen und internationalen Bootsklassen teil. Auch der Seglernachwuchs ist dabei, um die ersten Regattaerfahrungen zu sammeln.

Das sportliche Programm wird ergänzt durch kulturelle Höhepunkte und eine lange Festmeile entlang der Trelleborgallee, unter dem Leuchtturm, an der Promenade entlang und im Brüggmanngarten. Dort kann der Besucher nach Herzenslust kulinarische Leckerbissen schlemmen, Kunsthandwerk bestaunen, Souvenirs, Schmuck und Maritimes kaufen. Zwischen den Wettkämpfen gibt es immer wieder Live-Musik und verschiedene Bühnenprogramme. Einer der Veranstaltungsmittelpunkte ist der Brüggmanngarten mit seiner Festivalbühne und einem tollen, abwechslungsreichen Musikprogramm. Dieses wird ergänzt durch ein Spiel-, Spaß- und Kletterangebot des CITTI-Parks für Kinder. Auch das Seglervillage an der Promenade und diverse Beachclubs am Strand bei der Nordermole ziehen in diesen Tagen Besucherströme an.

Der direkte Kontakt zu den Seglern ist den Veranstaltern der Travemünder Woche besonders wichtig. Abends sollen die Fans mit den Seglern zusammen am Strand ausgelassen feiern können. Allabendliches Highlight ist die „Passat Laser Performance“, bei der das Travemünder Wahrzeichen, die Viermastbark „Passat“ in einer bunten Pyro- und Lasershow effektvoll erstrahlt. Den krönenden Abschluss der Travemünder Woche bildet alljährlich ein beeindruckendes Höhenfeuerwerk.

Autor: Birger Dimter

Die deutsche Hauptstadt Berlin individuell entdecken

Vom Stadtbezirk Mitte über Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg, Tiergarten, von Spandau bis Köpenick und von Pankow bis Zehlendorf; es gibt eigentlich immer etwas Neues in der deutschen Hauptstadt Berlin zu entdecken.

City Sightseeing Berlin Tour
City Sightseeing Berlin Tour.
Foto: Berlin Stadtführungen Sightseeing Tours – Klaus Wieland Kläser

Liebhaber von Städtereisen und Kurztrips kommen immer auf einer Berlin Stadtrundfahrt auf Ihre Kosten. Besonders lohnenswert ist eine individuelle Berliner Stadtrundfahrt zu den beeindruckenden Berliner Sehenswürdigkeiten, Prachtstraßen und Plätzen der Hauptstadt. Darunter natürlich die klassischen Berliner Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, das Regierungsviertel und den kuppelgekrönten Reichstag, Unter den Linden und Kurfürstendamm, die futuristische Baukunst am Potsdamer Platz, der prächtige Gendarmenmarkt oder der legendäre Checkpoint Charlie, dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas Holocaust-Mahnmal aber auch zu Geheimtipps abseits der touristischen Route. Erkunden Sie bedeutende Berliner Sehenswürdigkeiten, moderne Botschaften, Hochkultur auf der Museumsinsel oder die East-Side Gallery – dem längsten erhaltenen Stück der Berliner Mauer.

Schnuppern Sie Berliner Luft und folgen Sie den Spuren der Geschichte auf einer geführten Berlin Stadtrundfahrt. Qualifizierte Berlin Stadtführer lassen Sie hinter die Kulissen blicken und eine attraktive pulsierende Hauptstadt Berlin auf einer geführten Stadtrundfahrt so erleben, wie es wirklich ist: voller Geschichte und Geschichten, auffällig farbenfroh und spannend, mal grell und schrill mal ganz still und leise. Immer voller positiver Überraschungen und unvergesslicher Momente.

Fachkundige und mehrsprachige Berlin Stadtführer – Reiseleiter – Gästeführer – Tour Guides zeigen Ihnen Ihr Berlin auf spannenden Stadtführungen und geführten Stadtrundfahrten. Entdecken Sie auf einer individuellen Berlin Tour die faszinierende Geschichte Berlins, die Prachtstraßen und historischen Plätze der Hauptstadt. Um sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen ist eine Berliner Stadtrundfahrt auf jeden Fall ein Muss für alle Berlinbesucher.

Dufte Berlin-Impressionen entdecken Sie auf einer kleinen 3-stündigen Berlin Stadtrundfahrt oder auf der großen 4-stündigen Berlin Stadtrundfahrt. Zwischenstopps mit Ausstiegen und kleinen Stadtspaziergängen und Bummel sind einbegriffen. Alternativ dazu begegnen Sie den Highlights mit funkelndem Glanz der Lichter auf einer 2-stündigen Berlin Nightseeing Stadtrundfahrt am Abend. Diese Stadtrundfahrt ist nur für Nachtschwärmer interessant, sondern auch für Geschäftsleute und Konferenzteilnehmer, die am Tage nicht zum Berlin Sightseeing gekommen sind. Je nach Gruppengröße wird die Stadtrundfahrt im Reisebus, Panorama Kleinbus oder im Minivan durchgeführt.

Stück für Stück wächst die einst geteilte Stadt Berlin wieder zusammen und neues Leben zieht auch in den Todesstreifen entlang der ehemaligen Berliner Mauer wieder ein. Wie schon Berthold Brecht sagte: “Es gibt einen Grund, warum man Berlin anderen Städten vorziehen kann: weil es sich ständig verändert”.

Autor: Klaus Wieland Kläser
Berlin Stadtführungen Sightseeing Tours
Infoline: +49 (0)30 797 456 00
Internet: www.berlin-stadtfuehrung.de
Berlin INDIVIDUELL entdecken