Streckelsberg in Koserow

Die Ostsee und ihre Küstenregionen und Inseln sind weit über ihre Grenzen hinaus für viele Sonnenstunden im Jahr, eine hervorragende Wasserqualität und die endlosen langen und feinsandigen Strände bekannt. Zu den begehrten Reisezielen gehört die Ostseeinsel Usedom, denn hier finden Urlauber eine große landschaftliche Vielfalt und zahlreiche Möglichkeiten, einen abwechslungsreichen Urlaub zu verbringen. Naturbelassene Regionen gehören ebenso dazu wie viele Sehenswürdigkeiten, die als touristische Anziehungspunkte überzeugen.

Koserow, Blick vom Streckelsberg
Koserow, Blick vom Streckelsberg.
Foto: Birger Dimter

Inmitten dieser atemberaubenden Natur, zwischen den bekannten Seebädern Kölpinsee und Koserow, liegt eines der regionalen Highlights Usedoms: der Streckelsberg. Rund 60 Meter hoch ragt die berühmte Kliffranddüne empor, die als dritthöchste Erhebung einen unvergleichlichen Panoramablick entlang der Außenküste der Insel gewährt. In direkter Nachbarschaft zum einstigen Fischerort Koserow und unweit des malerischen Dorfes Kölpinsee, gehört der Streckelsberg zu den meist besuchten Aussichtspunkten von Usedom. (Zahlreiche Fotos von Koserow und Impressionen des Streckelbergs finden sich hier.)

Dabei hat der Streckelsberg bei Koserow eine wechselhafte Vergangenheit hinter sich, die ihren Ursprung als Stauchendmoräne in der Eiszeit hatte. Im Laufe der Zeit schrumpfte der Streckelsberg, bedingt durch Erosionen und die Nähe zum Meer. Allein in den vergangenen 300 Jahren trugen Wind und Wellen mehr als 250 Meter des imposanten Bergs ab. Um dem entgegen zu wirken, werden seit 1995 entsprechende Küstenschutzmaßnahmen eingesetzt wie Wellenbrecher, künstliche Sandanspülungen und eine mehrteilige Schutzmauer. Die rauen Herbststürme mit ihrer starken Brandung verstärken abtragende Effekte, sodass sich der Umfang dieser sehenswerten Erhebung stetig reduziert.

Das einstige Fischerdörfchen Koserow liegt an der ostseeabgeneigten Seite. Von hier aus lassen sich im gesunden Ostseeklima ausgedehnte Spaziergänge zum stark bewaldeten Streckelsberg unternehmen. Hier finden Naturliebhaber noch eine weitestgehend unberührte Natur, in der sich auch heute noch viele geschützte Pflanzen- und Tierarten wohlfühlen. Selbst Orchideen sind auf dem Streckelsberg zu finden, der als Aussichtspunkt von der Spitze einen unvergesslichen Blick über die Küstenlinie gewährt. Liebevoll von Bauern und Fischern der Region als „witter Barg“ bezeichnet, hält sich bis heute die Legende, dass sich der Seeräuber Klaus Störtebecker einst in den Höhlen des Streckelsbergs versteckt haben soll. 1961 wurde der Berg zum Naturschutzgebiet erklärt, was als Sinnbild für die Naturschönheiten der Ostseeinsel Usedom verstanden wird. Der Streckelsberg in Koserow gilt als weit über die Grenzen hinaus beliebtes Reiseziel von ruhesuchenden Touristen aus dem In- und Ausland.

Autor: Birger Dimter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.