Schloss Heidecksburg

Die Heidecksburg ist das Wahrzeichen des thüringischen Rudolstadt und weithin sichtbar. Seit 1571 diente die Heidecksburg als Residenzsitz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Heute befinden sich darin zahlreiche Museen, die Büros der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und das Thüringer Staatsarchiv.

Rudolstadt: Schloss Heidecksburg
Rudolstadt: Blick zur Heidecksburg, zu sehen ist ein kleiner Teil des Westflügels und ein großer Teil der Südseite.
Foto: Karin Vogler

Nach einem großen Brand im Jahre 1735 erfolgte der letzte größere Umbau. Seither prangt das grandiose Barockschloß auf dem Hainberg über der Stadt Rudolstadt im Saaletal.
Der Dichterfürst Friedrich von Schiller erhielt hier 1799 seinen Adelstitel. Auch Johann Wolfgang von Goethe war hier zu Gast.
Heutzutage kann jeder interessierte Tourist oder Einwohner die prunkvollen Festräume im Rahmen einer Führung besuchen, ebenso die sich im Südflügel befindenden und für Besucher wieder hergerichteten ehemaligen Wohnräume der Fürsten.
In den Museen der Heidecksburg kann man sich u.a. über die Regionalgeschichte, Gemälde, das weiße Gold – das auch in Rudolstadt hergestellte Porzellan, Sammlungen des Naturhistorischen Museums, die Schwarzburger Grafen und Fürsten und Vieles mehr informieren.
Regelmäßig wechselnde und Dauerausstellungen laden Groß und Klein auf die Heidecksburg ein. Eine neuere Dauerausstellung heißt „Rococo en miniature“ und zeigt wundervoll gestaltete Schlösserwelten im Kleinformat.

Die Südseite der Heidecksburg mißt etwa 150 m. Davor schließen sich in östlicher Richtung Terassen und der Schloßgarten mit dem Schallhaus an.
Der älteste Teil des Schlosses ist der Nordflügel. Auch der ehemalige Marstall erstreckt sich in nordöstlicher Richtung. Aus Richtung Ost-Südost betrachtet, z.B. von der neuen Stadtbrücke aus, sieht man in die U-förmige Anordnung der Burganlage hinein.
Früher ritt man zu Pferde durch einen Teil des Gebäudes hindurch und gelangte so von einem der Aufgänge von der Stadt direkt in den Hof der Heidecksburg. Dieser Weg ist jetzt für Fußgänger nutzbar und größtenteils mit dem in und um Rudolstadt gewonnenen Saale-Kieselpflaster bepflastert.
Sowohl der Innenhof, alsauch angrenzende Flächen werden häufig für Open-Air-Veranstaltungen genutzt, beispielsweise während des jährlichen Tanz- und Folk-Festivals, aber auch zu vielen anderen Veranstaltungen.

Von der Heidecksburg aus hat man einen wunderbaren Blick auf die gesamte Stadt, die sich über 10 km an der Saale entlang zieht.
Bei guter Sicht kann man nicht nur auf Rudolstadt selbst schauen, sondern in südwestlicher Richtung auch bis zum benachbarten Saalfeld und in östlicher Richtung weit über Kirchhasel und Uhlstädt hinaus.

In Stadtführungen spielt die Heidecksburg zwar selbstverständlich eine Rolle, ist aber als Besichtigungsobjekt selbst nicht enthalten, weil dies jeglichen Zeitrahmen einer Stadtführung sprengen würde.
Einen Besuch auf der Heidecksburg, der auf jeden Fall zu empfehlen ist, sollte man also zusätzlich einplanen.
Die Heidecksburg ist sowohl zu Fuß, alsauch mit Bus und PKW erreichbar.

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