Nikolaiviertel – die „Altstadt“ von Berlin

Heute weiß niemand, wann genau Berlin entstanden ist – es gibt eben keine schriftlichen Hinweise auf den Geburtstmoment. Sicher ist nur, dass ab dem Ende des 11. Jahrhunderts in dieser Gegend die Christianisierung der hier siedelnden Stämme in Angriff genommen wurde. ‚Taufe oder Schwert‘ hieß damals die Wahl und in diese Epoche fällt auch die Siedlungsgründung an einer Furt in der Spree.

Berlin, Nikolaiviertel
Berlin, Nikolaiviertel.
Foto: Arvid Zemkus

Denn wenn wir auch das Datum der Gründung nicht kennen, so wissen wir gang genau, wo der Ursprung Berlins liegt; nämlich im Bereich des heutigen Nikolaiviertels. Eines der ältesten erhaltenen Bauwerke der Stadt umgebend, findet man hier noch einige Spuren aus der etwa 800 Jahre andauernden Geschichte der Stadt. Sei es ein Haus, in dem einst ein gekröntes Haupt Zuflucht vor der ‚weißen Frau‘ suchte, sei es die älteste Gaststätte Berlins, sei es der Ort, wo man im Mittelalter verurteilt und anschließend gleich an den Pranger gestellt wurde. Dabei sind nur wenige Gebäude hier wirklich alt, d. h. sie stammen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Das Meiste was man sieht, ist ein Projekt aus der Zeit des ‚Kalten Krieges‘. Aufgebaut zum 750. Geburtstag der Stadt im Jahre 1987 gilt den meisten Berlinern dieses Viertel als ’sozialistisches Disneyland‘. Doch es gibt echte Schätze in diesem Bereich. Schmale Häuser, die nicht mal 10m breit sind, Darstellungen an Häusern, die die Geschichte des Kommunismus verherrlichen und eben auch einen echten Schatz!
Wenn Sie nun neugierig geworden sind, führe ich Sie gerne durch die ‚Altstadt‘ von Berlin; auf der Suche nach ein paar alten Knochen, einer Padde und Erich Honecker. Ich freue mich auf Sie!

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