Hans Memling

Niederländischer Maler (1435 – 1494), geb. in Seligenstadt bei Aschaffenburg, zählt zu den wichtigsten Vertretern der Frührenaissance in Europa und der altniederländischen Kunst. In jungen Jahren befasst sich Memling mit den Werken der Kölner Schule, wobei er frühzeitig Geschmack and der elegeanten Auslegung der Wirklichkeit findet. Später übersiedelt er nach Flandern und absolviert (vermutlich) eine Lehrzeit in der Werkstatt von Rogier van der Weyden in Brüssel. Nach dem Tod des Meisters zieht Memmling 1464 un das reiche und bürgerliche Brügge. Seine Arbeiten verbreiten sich entlang den Handelswegen der Hansestädten bis nach Florenz. Er verarbeitet und verfeinert die Elemente der flämischen Tradition, mit einer Zuneigung zu einer harmonischen und maßvollen Formensprache. Memlings Bilder zeichnet eine melancholische Eleganz.

Hans Memling, Selbstbildnis
Hans Memling, Selbstbildnis auf dem Altar im besitz des Herzogs von Devonshire in Chatsworth 1468.
Quelle: Wikimedia Commons

Meisterwerke von Hans Memling

Giovanni Segantini

Giovanni Segantini (1858-1899), italienischer Maler des realistischen Symbolismus. Segantini hat die Hochalpen als künstlerisches Motiv entdeckt. Ihre Schönheit und Erhabenheit werden in seinen Bildern zu Trägern ethischer Gefühlswerte.

Giovanni Segantini
Giovanni Segantini, Selbstbildnis ca. 1882.
Quelle: Wikimedia Commons

1879 lernt Giovanni Segantini, damals Student an der Accademia di Brera, Vittore Grubicy de Dragon kennen, einen Maler, Kritiker und Kunsthändler, dem er lebenslang verbunden bleibt. Zusammen mit Emilio Longoni verarbeitet er zunächst die Erfahrungen des lombardischen Naturalismus. Zwischen 1886 und 1894 hält er sich in Savognin auf, wo er sich mit dem Divisionismus auseinandersetzt. 1880: Heirat mit Bice Bugatti, der Schwester von Ettore Bugatti, dem Konstrukteur des berühmten Autos.

In Vorbereitung auf die Pariser Weltausstellung von 1900 plant er in Zusammenarbeit mit Cuno Amiet, Giovanni Giacometti und Carlo Fornara ein riesiges Panorama des Engadin, ein gewaltiges Werk von 220 meter Länge und 20 meter Höhe.

Meisterwerke von Giovanni Segantini

Jacopo Robusti Tintoretto

Jacopo Robusti genannt Tintoretto (1519 – 1594), italienischer Maler, gehört der venezianischen Schule, bekannt durch Zyklen von Tafelbildern in Venedig: Scuola di San Rocco, Madonna dell’Orto, Palazzo Ducale. Verbindungen und indirekte Beziehungen mit Künstlern Mittelitaliens wie Michelangelo.

Jacopo Robusti Tintoretto
Jacopo Robusti Tintoretto – Selbstporträt, 1588.
Quelle: Wikimedia Commons

Meisterwerke von Jacopo Robusti Tintoretto

Jan Matejko

Polnischer Maler (1838 – 1893 in Krakau), Vertreter des polnischen Positivismus, Erschaffer mehrerer bekannter historischen Gemälden, davon einige mit Schlachtenszenen von berühmten Schlachten in der Geschichte. In seiner ersten Werken hat sich Matejko religiöser Motiven gewidmet.

Jan Matejko
Jan Matejko. Selbstportät, 1892.
Quelle: Wikimedia Commons

Weil er aber Schwierigkeiten damit hatte, über Geschichte zu reden oder zu schreiben, hat sich entschlossen, Geschichte zu malen. Er hat auch sehr viele Portraits gemalt, entweder von zeitgenössischen Menschen oder von historischen Personen. Für seine Meisterwerke weltweit mit mehreren Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit L’Ordre national de la Légion d’honneur – Ehrenlegion, wichtigstem französischerm Verdienstorden. Matejko war Mietglied in mehreren Kunstakademien: in Paris, Prag, Berlin, Wien, Krakau sowie in Urbino. Letztendlich war er Direktor der Krakauer Akademie der Schönen Künste. Zu seinen Schüler zählen u.a. Maurycy Gottlieb, Jacek Malczewski, Józef Mehoffer und Stanisław Wyspiański.

Bei den dargestellten historischen Szenen war ihm eine historiosophiesche Synthese wichtiger als die Faktendarstellung. Sein Still war von Paolo Veronese i Tizian beeinflusst.

Großen Einfluß auf seine künstlerische Entwicklung hatte die Niederschlagung des gegen die russische Besatzungsmacht gerichteten Aufstands von 1863. Immer stärker befaßte er sich jetzt mit Fragen der nationalen Identität, war bemüht, all jenen Trost und Hoffnung zu spenden, die das Vetrauen in eine Wiederkehr des polnischen Staates zu verlieren drohten. Als sein Werk „Die Schlacht bei Grunwald“ in den westeuropäischen Metropolen ausgestellt wurde, waren es die Französen, die Lobeshymnen auf Matejko anstimmten. In der Zeitung Le Gaulois hieß es in der Ausgabe vom 30. Mai 1880: „Wenn ein Künstler die Bezeichnung eines Malers der Nation verdient hat, so ist es sicher der Schöpfer des Grunwald-Bildes…“.

Der Nachwelt hinterließ Matejko 246 Bilder und Portraits.

Meisterwerke von Jan Matejko

Die Preußische Huldigung

Jan van Eyck

Jan van Eyck (um 1390-1441), niederländischer Maler, einer der einflussreichsten Künstler des 15. Jh. in Europa, mit Wirkungsstätten in Haag, Tournai und Brügge. Die Malerei Jan van Eycks ist die Offenbarung eines neuen Universums: Jedes seiner Bilder ist ein Mikrokosmos für sich.

Die Ausbildung des großen Neuerers der flämischen Malerei beginnt auf dem Boden der Tradition. Die Buchmalerei steht am Anfang seines Werks. Jan van Eycks Malerei ist geprägt von einer raffinierten Technik und der Vorliebe für kleine Details. 1425 wird er Hofmaler und Kammerherr im Dienst von Philipp dem Guten, Herzog von Burgund.

Jan van Eyck
Jan van Eyck.
Quelle: Wikimedia Commons

Nach 1430 lässt er sich in Brügge nieder, der wirtschaftlichen Metropole Flanderns, die auch zum künstlerischen Zentrum der Region wird.

Seine wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Bildgegenstände kommt einem radikalen ästhetischen Umbruch gleich, und die Technik der Ölmalerei eröffnet ihm neue Möglichkeiten der Darstellung.

Meisterwerke von Jan van Eyck

Der hl. Franziskus empfängt die Wundmale Christi