Bernardo Bellotto Canaletto

Bernardo Bellotto, Italienischer Maler (1721 – 1780), der die Hauptstädte Europas im 18. Jahrhundert malte, war ein Schüler von Giovanni Antonio Canal, seinem Onkel in Venedig, und übernahm später dessen Beinamen „Canaletto“. Seine Wirkungsstätten: Rom, Mailand, Turin, Verona, Dresden, Wien, München und Warschau. 1742 reiste Bellotto nach Rom, um antike und moderne Orte der Stadt festzuhalten; 1744 ging er nach Lombardei und malte topografisch getreue Landschaften. In dieser Zeit fing er an, zu einer eigenständigen Bildsprache zu finden. Später wird sein persönliches Stil durch tiefe Horizonte und klares Licht erkennbar. Zwischen 1747 und 1767 reiste er zwischen Dresden, Wien und München, und hinterlis in dieser Zeit zahlreiche Werke.

Bernardo Bellotto Canaletto
Bernardo Bellotto Canaletto. Selbstbildnis in venezianischer Adelstracht (Ausschnitt aus der Idealvedute mit Selbstbildnis von 1765; Warschau, Muzeum Narodowe)
Quelle: Wikimedia Commons

Von 1767 bis zu seinem Tode war er für den polnischen König Stanisław II. August Poniatowski tätig. Und so sind seine letzten Meisterwerke: Stadtansichten Warschaus, die wegen ihrer Detailgenauigkeit auch eine wichtige historische Quelle darstellten – nicht zuletzt für den Architekten, die nach dem II. Weltkrieg die Stadt Warschau originaltreu aus den Trümerhaufen gebaut haben.

Meisterwerke von Bernardo Bellotto:

Giovanni Segantini

Giovanni Segantini (1858-1899), italienischer Maler des realistischen Symbolismus. Segantini hat die Hochalpen als künstlerisches Motiv entdeckt. Ihre Schönheit und Erhabenheit werden in seinen Bildern zu Trägern ethischer Gefühlswerte.

Giovanni Segantini
Giovanni Segantini, Selbstbildnis ca. 1882.
Quelle: Wikimedia Commons

1879 lernt Giovanni Segantini, damals Student an der Accademia di Brera, Vittore Grubicy de Dragon kennen, einen Maler, Kritiker und Kunsthändler, dem er lebenslang verbunden bleibt. Zusammen mit Emilio Longoni verarbeitet er zunächst die Erfahrungen des lombardischen Naturalismus. Zwischen 1886 und 1894 hält er sich in Savognin auf, wo er sich mit dem Divisionismus auseinandersetzt. 1880: Heirat mit Bice Bugatti, der Schwester von Ettore Bugatti, dem Konstrukteur des berühmten Autos.

In Vorbereitung auf die Pariser Weltausstellung von 1900 plant er in Zusammenarbeit mit Cuno Amiet, Giovanni Giacometti und Carlo Fornara ein riesiges Panorama des Engadin, ein gewaltiges Werk von 220 meter Länge und 20 meter Höhe.

Meisterwerke von Giovanni Segantini

Jacopo Robusti Tintoretto

Jacopo Robusti genannt Tintoretto (1519 – 1594), italienischer Maler, gehört der venezianischen Schule, bekannt durch Zyklen von Tafelbildern in Venedig: Scuola di San Rocco, Madonna dell’Orto, Palazzo Ducale. Verbindungen und indirekte Beziehungen mit Künstlern Mittelitaliens wie Michelangelo.

Jacopo Robusti Tintoretto
Jacopo Robusti Tintoretto – Selbstporträt, 1588.
Quelle: Wikimedia Commons

Meisterwerke von Jacopo Robusti Tintoretto